Entschleunigung – short stories

Entschleunigung…

…das ist doch das Motto meines letzten Jahres! Also nehme ich das erste Mal an der Link Party Short Stories teil.

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Entschleunigung war bisher nicht so mein Ding. Mein Mann nannte mich immer „Produktivitätssüchtig“. Und da war wohl auch etwas d’ran. Wollte er sich damals mit mir Verabreden, war spontan nichts machbar, da ich mir immer schon mindestens eine Woche im Voraus verplant hatte. Das hat sich in den letzten 11-12 Jahren, seit wir uns kennen, schon deutlich verbessert. Mit dem Nähen kam ein Hobby hinzu, dass mich beim produktiv sein entschleunigt. Mit den Händen zu arbeiten trägt viel zur Entschleunigung bei, und ich kann es jedem nur empfehlen. Mein Mann hat es ja auch probiert (LINK), aber er findet in der Gartenarbeit seine bessere Enschleunigung.

Hotel Pavillions  Stupa - Hotelteich

In den letzten Jahren, habe ich neben meinem Beruf in Vollzeit noch studiert. Entschleunigung, war da kaum noch möglich. Dann kam Anfang 2013 noch meine Schwangerschaft hinzu, die mir nach den ersten 3 beschwerlicheren Monaten, einen richtigen Energieschub gab. Ich dachte ich könnte Bäume ausreißen. Leider habe ich mich zum Teil auch so verhalten, so dass ich dann ab Mitte Juli zwangsentschleunigt wurde, um einer Frühgeburt vorzubeugen. Der Spruch der Ärzte „Langeweile gehört zur Therapie“ war für mich sehr schwer auszuhalten, konnte ich doch vor der Geburt mein Studium nicht mehr beenden, meine Aufgaben im Job vor der Elternzeit nicht mehr vollständig übergeben, und fühlte ich mich doch so gut, warum sollte ich dann im Krankenhaus liegen? Heute verstehe ich es, und bin froh, dass meine Frauenärztin mich damals in die Klinik überwiesen hat und mein Töchterchen lediglich 3 Wochen zu früh auf die Welt kam (übrigens bei einem Entschleunigungurlaub im bayerischen Wald, den wir nach meiner langen Liegezeit noch vor der Geburt eingeschoben hatten).

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Die Elternzeit im Allgemeinen entschleunigt mich. Alle Eltern sagen mir, das wird sich wieder ändern. Wir werden sehen. Ich bin oder war ein durchgeplanter Mensch. Ich liebe es Pläne zu machen, Listen zu schreiben, und alles nach und nach zu erledigen. Leider packe ich mir selbst die Listen immer recht voll. Mit kleinem Kind, ist das aber völlig unmöglich. So ziemlich alle Pläne, die ich gemacht habe, funktionierten nicht. Und irgendwann, war das eben so. Klappte es die Pläne eines Tages umzusetzen, war das schön, und wenn nicht, auch okay. Das fühlt sich mittlerweile wunderbar an und ich hoffe, ich behalte mir das ein wenig bei, auch wenn es ab Oktober wieder zurück in den Beruf geht.

Ich selbst halte nichts von temporärer Entschleunigung. Ein Wellnessurlaub, schön und gut, aber spätestens zwei Tage später ist man doch wieder im alten Trott. Eine echte Entschleunigung erzielt man nur durch eine Änderung des Alltags, oder der Einstellung. Helfen können diverse Hobbies dabei. Die meisten empfehlen ja Sport. Laufen habe ich auch ausprobiert, und es hat geholfen, aber nicht immer Spaß gemacht. Daher empfehle ich das Nähen. Ist zwar nicht so figurförderlich, dabei aber umso spaßiger (wenigstens für mich).

P.S.: Die schönen Bilder sind übrigens von hier.

4 Antworten auf „Entschleunigung – short stories“

  1. Da hast du wirklich recht….auch ich liebe es, mir To-Do Listen zu schreiben.aber auch ei mir klappen die wenigsten….Aber irgendwie braucht man manchmal solche Listen,oder?Demnächst kommt mein zweites Kind zur Welt, da bin ich mal gespannt, was dann noch alles klappt,oder auch nicht….:-) Auf jeden Fall find ich, ist nähen die perfekte Entspannung und Enrschkleunigung.

    Liebe Grüße katja

    1. Ja, manchmal braucht man solche Listen, aber manchmal geht es auch gut ohne, und es ist überhaupt nicht schlimm, wenn mal ein to-do Punkt herunterfällt.
      Dir auf jeden Fall noch eine gute Zeit und alles Gute für No.2!

  2. Schöner Text! Danke dafür!
    Er passt so gut momentan 🙂
    Und ja: mit Kind lerne auch ich, dass Pläne zwar schön sind, aber meistens über den Haufen geworfen werden 😉

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