Lätzchen und wieder teuflische Tippy Toes

Manchmal ist einfach der Wurm drin. An meinen Bonustagen nähte ich fast täglich, vielleicht habe ich es einfach ein wenig übertrieben. Bonustage nenne ich die Mutterschutztage, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Eigentlich dachte ich, dass auch No. 2, so wie schon No. 1, vor dem geplanten Termin auf die Welt kommen möchte. Aber während ich diese Zeilen hier tippe, wächst der Bauch ins Unermessliche und nachdem ich kein Freund des Nichtstuns bin, aber auf Grund des wachsenden Umfangs nur noch leichte Tätigkeiten ausführen kann (und wer hat schon Lust auf übermäßigen Frühjahrsputz), vergnüge ich mich an meinen Nähmaschinen.

Und ganz übermütig machte ich mich wieder an das Nähen von Tippy Toes nach dem Freebook von amliebstensorgenfrei. Meinen ersten Versuch könnt ihr hier nachlesen. Diesmal war ich etwas schlauer und habe gleich mal in der drittgrößten Größe genäht – die kleinen wachsen ja so schnell. Aber was soll ich sagen. Der erste Versuch war wieder nicht von Erfolg gekrönt. Ich habe die Schühchen mit der normalen Nähmaschine genäht, da ich dachte, mit der Overlock wird das bestimmt nichts. Und Jersey mit der Nähmaschine in winzig klein. Nein, wir werden keine Freunde mehr, und das werde ich auch nicht mehr testen. Ein zweites Paar nähte ich mit der Overlock und siehe da, es funktionierte, und ihr dürft es hier auf dem Foto bewundern. Aus der Ferne, nicht zu nah – perfekt ist nämlich etwas anderes. Aber mein Baby wird sicherlich großzügig darüber hinwegsehen.

Um mich etwas aufzumuntern, wollte ich noch zwei Sabberlätzchen nähen (nach Schnabelina). Als Rückseite, sollte ein dickes ausgedientes Handtuch dienen, da das Lätzchen ja nicht gleich durchgesabbert sein sollte. Aber Jersey und dicker Frottee, passen auch nicht wirklich gut zusammen  – da hätte ich auch vorher daran denken können. Aber Hormone und Schwangerschaftsdemenz sind keine gute Kombination und so schnitt ich fröhlich vor mich hin und kämpfte an der Nähmaschine mit dem sich verziehenden Jersey. So sind dann leider auch einige unschöne Falten im Tuch zu sehen. Einen besonders dicken Patzer habe ich mit Webband übernäht.

Nach diesen Projekten, habe ich dann die Nähmaschinen ausgemacht. Manchmal soll es einfach nicht sein. Aber am nächsten Tag, ging es dafür umso besser und ich habe in zauberhaftes Kleid mit einer noch bezaubernderen Jacke für die große Tochter genäht. Ich hoffe, sie lässt sich irgendwann zu Fotos überreden, so dass ihr diese deutlich hübscheren Werke bald hier bewundern könnt.

Link zum Freutag, Sew Mini, upcycling gusta, Kiddikram, Nähfrosch

3 Kommentare

  1. Das zweite lässt sich Zeit…meine Hebamme hat damals gesagt das, dass zweite erst kommt wenn Mama ruhe hat. Tja die Ruhe gab es hier auch nicht….oder im Bauch war einfach zu viel Platz. 🙂

    Die Lätzchen und auch die Schuhe sehen klasse aus…ich denke das Baby freut sich das Mama die Schuhe selber gemacht hat.

    Viele liebe Grüße und ein tolles Osterfest wünscht euch die Nähbegeisterte 🙂

  2. manchmal macht man eben solche denkfehler. aber du hast die lätzchen doch gut gerettet und sooo schlimm finde ich es auch nicht. praktisch ist es bestimmt mit dem frottee drunter.
    danke fürs teilen <3
    liebe grüße
    gusta

  3. Die Kleinigkeiten sind doch süß geworden :o) Die Mühe hat sich gelohnt ;o) Hey, ich habe noch einen Einfall bezüglich fotografieren… Beschäftige deine Tochter doch mit etwas, dass sie sehr mag/ablenkt, vielleicht gehst du auch raus mit ihr, dann entstehen halt viele Fotos von der Seite und hinten, aber man kann sich dennoch ein Bild vom Nähwerk machen… Fotografiere auch mal von Weitem, Überflüssiges kann man immer noch ausschneiden, oft bleibt das Bild scharf genug, vor allem draußen bei genug Sonneneinstrahlung… Viel Glück, Raphaele

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

© 2017 Jeder kann nähen

Theme von Anders Norén↑ ↑