Nähfüße – oft unterschätzt?

Oft unterschätzt, oder besser gesagt von mir lange unterschätzt!

Nachdem ich immer wieder mit Schrägband einfasse, habe ich mich mal zu einem Schrägbandfuß schlau gemacht. Es gibt hier recht teure und günstige Möglichkeiten.
Ich habe mich mal wieder für letztere entschieden. Aufgrund dieses Artikels von camerakind habe ich ein ganzes Set mit 15 Nähfüßen günstig bei Amazon bestellt. Nach dem Studium der verschiedenen Videos zu den Füßchen habe ich mich dann durchprobiert. Häufig nutze ich den „Raupenfuß“ – eigentlich als Nähfuß für Zierstiche gedacht. Die Breite ist aber so genial für das Einfassen von Shirts (siehe Anleitung hier). Ich hatte ja lange genau wegen dem Einfassen mit einer Coverlock geliebäugelt, bin aber wegen des einfachem Einfassens mit diesem Fuß nun wieder davon weggekommen.

Wirklich toll ist auch das „Abstandslineal mit Magnet“. Das führen von Stoff wird damit echt leichter und akkurater. Ich nutze es regelmäßig zum Säumen von Shirts und Röcken.
Den „in der Naht Nähfuß“ nutze ich nicht nur um in der Naht, sondern auch um im exakten Abstand neben der Naht zu nähen. Beim Aufnähen von Bändern ist das eine echte Erleichterung. Bei schmalen Bändern und beim Annähen von Webband ist das richtig hilfreich. Ich habe mich jahrelang mit dem Standard Nähfuß gequält *Kopfschüttel*. Das Nähen in der Naht geht mit dem Fuß natürlich fast blind. Jetzt kann ich mir sogar wieder Patchworken vorstellen, und habe mir tatsächlich schon ein paar Stoffe für eine zweite Babykrabbeldecke herausgesucht. Nach der ersten Decke, hatte ich dem eigentlich abgeschworen.
Schrägbandfuß  – der eigentliche Grund der Bestellung und einfach so genial. Das Einfassen geht so schnell – auch wenn der Fuß sicher nicht das Optimum ist – für mich und meine Zwecke reicht er aus. Wenn die Lage der Stoffe, die mit Schrägband eingefasst werden allerdings zu dick ist, dann funktioniert der Einfasser nicht mehr.
Den Rollsaumfuß hatte ich für das Einfassen des Prinzessinnenkleids meiner Tochter genutzt. Für dünne Stoffe ist das wirklich eine tolle Säumalternative. Im Sommer will ich das unbedingt noch bei dünnen Baumwollröcken ausprobieren. Das könnte auch toll aussehen und würde dem Saum etwas Stand geben.
Im Set sind noch weitere Füße vorhanden, die ich entweder schon im Standardset meiner Nähmaschine hatte, oder mir bereits einzeln gekauft hatte. Noch nicht ausprobiert habe ich den Kordelfuß – das sieht sehr spannend aus und  den Kräuselfuß – was vielleicht das Nähen von Rüschenröcken vereinfachen wird, was ich definitiv noch nachholen möchte.
Für den Preis bin ich aber mehr als zufrieden mit dem Set.
Wie sieht es bei euch aus? Nutzt ihr nur eure Standardnähfüße, oder habt ihr für jede Anwendung das passende Füßchen? Welchen Nähfuß sollte ich mir aus eurer Sicht unbedingt zulegen?
Link zum Freutag

8 Kommentare

  1. Ich mache eigentlich fast alles mit dem Standardteil, weil ich irgendwie noch nie die Zeit gefunden habe, mich damit näher zu beschäftigen. Sollte ich aber wohl. Danke für die Anregungen. Viele liebe Grüße maika

  2. Oh wie toll! Habe bereits mit dem Set geliebäugelt. Jetzt hast Du mich dazu gebracht, dass ich sie ausprobiere 😉 Ist bestellt. Hoffentlich ist eine Beschreibung dabei. Ganz liebe Grüße, Jana

  3. Ich mache es genau wie Maika und nutze im Grunde immer nur einen Fuß. Vielleicht sollte ich mich auch mal mit den ganzen Füßchen beschäftigen, die bei meiner Nähmaschine beiliegen.
    Gruß Frau Käferin

  4. Dein Kommentar hat mich mal wieder zum überlegen gebracht. Ich benutze bisher nur Standard und natürlich Reissverschlussfüßchen. Nach Deiner tollen Beschreibung werde ich mich doch mal daran machen, auch die Anderen auszuprobieren. Besonders gefällt mir die Idee mit dem Zierfuß. Danke.

  5. Ich finde auch, dass nähfüßchen nicht nur das nähen erleichtern sondern oft auch alles professioneller aussehen lassen. mit dem kräuselfuß musst du experimentieren, aber richtig tolle rüschen bekommst du damit nicht hin. falls du wirklich ganz viele rüschen nähen willst, würde ich an deiner stelle in einen „Faltenleger“ investieren. Das war der teuerste fuß, den ich bis jetzt gekauft habe. Aber er ist sein geld wert.
    Auch einen fuß mit obertransport (gerade fürs patchwork/quilten) ist einfach nur klasse.
    Wenn du magst, kannst du dir ja bei mir ein paar anregungen holen:
    http://www.facileetbeaugusta.de/search/label/N%C3%A4hf%C3%BC%C3%9Fchen

    liebe grüße
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  6. Das ist interessant! Aber so günstig scheint es nichts für meine Pfaff zu geben, dennoch liegäugele ich mit einem Schmalkantenfuß, bei der Schnabelina Clutch kam der zum Einsatz… lg, Raphaele

  7. Danke für die Übersicht. Jetzt bin ich um einiges schlauer. Bisher habe ich nie einen Nähfuß gewechselt, da ich nicht wusste, wozu sie da sind.

  8. Danke für die gute Anregung. Ich habe nie den nähmafuß gewechselru. Jetzt habe ich das Set und bin am probieren.

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