Shirt Dusty

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Aus der Nähzeitung La Maison Victor habe ich mich in das Shirt Dusty verguckt. Einfach zu nähen sollte es sein, und raffiniert sieht es aus. Prima! Leider hatte ich erstmal keinen passenden Stoff, so dass ich das Projekt damals im Herbst vertagte. Als ich dann den türkisen Viskosejersey von hier in der Hand hatte, wusste ich Bescheid. Der fließende Stoff war einfach perfekt.

Dann nahm das Drama seinen ersten Lauf. Erster Akt: Das Abzeichnen des Schnittes. Jetzt bin ich ja seit Jahren die Schnittmusterbögen von Burda gewohnt und male eigentlich lieber ab, als Seitenweise zu drucken und dann zusammenzukleben. Hier aber nicht. Die Größen gehen von ganz klein bis 50+, so dass unglaublich viele Linien zusammenkommen. Bei den Überlappung ändert sich ein wenig die Farbe, was mich erstmal auch sehr irritierte. Und dann waren die Schnitteile zum Teil auf 2 unterschiedlichen Bögen. Alles etwas gewöhnungsbedürftig.

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Zweiter Akt: Der Stoff reichte nicht. Ich hatte ja schon etwas vom Stoff für Bündchen gekappt, so dass der Stoff nicht mehr ausreichend war für den Schnitt + Belege. Ich habe mich dann kurzerhand entschieden die Belege wegzulassen und zu säumen.

Dritter Akt, der Schnitt ist viel zu weit für meinen Geschmack. Nachdem ich die Faltung an der Schulter gut gemeistert hatte dank der schönen Anleitung hatte ich bei der Anprobe einen Sack an. Vielleicht liegt es an der extremen Dehnbarkeit des Stoffes? Egal, so kann ich es jedenfalls nicht tragen. Ich habe eines meiner Lieblingsshirts aus dem Schrank geholt und eine Taillierung nach diese Schnitt vorgenommen. Ja, so gefällt es.

20151231_175324Vierter Akt, das Garn mal wieder. Wie auch bei dem anderen Shirt ärgerte ich mich sehr mit dem Billiggarn. Ich säumte daher nur mit Geradstich an den Armen und nähe hier nochmal drüber, wenn ich das passende Garn im  Nähladen meines Vertrauens besorgt habe.

Fazit: Die Faltung an der Schulter finde ich klasse. Ich werde das Shirt daher sicher nochmal nähen. Eventuell dann als Kleid, wie in der Zeitschrift auch vorgeschlagen. Die Taillierung nehme ich dann aber von Anfang an vor. Auf jeden Fall sollte der Stoff nicht zu extrem fließend sein. Ein „normaler“ Jersey wäre hier besser denke ich. Und auf jeden Fall mit Belegen nähen, das Bündchen gefällt mir auf den Bildern nicht so gut, wie das Originalshirt.

Die Bilder sind mal wieder zwischen Tür und Angel entstanden. Nachdem ich das Haare fönen soweit wie möglich vermeide, drehe ich für etwas mehr Volumen meine überschaubare Anzahl von Haaren gerne mal auf.

Link zum MMM

4 Antworten auf „Shirt Dusty“

  1. Deine Fotos finde ich heute richtig witzig. Die Lockenwickler stehen dir prima. So laufe ich auch oft herum *lach*.
    Das Shirt finde ich raffiniert. Was für ein Drama in 4 Akten… ich glaube, nach dem 2. hätte ich das Handtuch geschmissen.
    Es macht aber eine klasse Figur 😉
    Liebe Grüße
    Gusta

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